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Brustkrebs als häufigste Krebserkrankung bei Frauen

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März 20, 2019 views42

Berlin.Vorab etwas Wichtiges: Zwar ist Brustkrebs, auch Mammakarzinom genannt, die häufigste Krebserkrankung in Deutschland aber sie ist nicht die gefährlichste und darüber hinaus ist diese Krebsart gut heilbar, wenn sie rechtzeitig erkannt wird. Deshalb ist Vorsorge bei Frauen ab 30 Jahren von großer Bedeutung und sollte nicht unterschätzt werden. Das Vivantes Brustzentrum in Berlin ([email protected]) mit seinen beiden leitenden Ärztinnen Frau Dr. M. Paul und Frau Dr. C. Gerber-Schäfer, hat sich auf die Behandlung dieser Krebsart spezialisiert und gibt Einblicke in den Klinikalltag.

Über 70.000-mal im Jahr stellen Ärztinnen und Ärzte bei einer Frau in Deutschland aktuell die Diagnose Mammakarzinom. Für die Betroffenen ist das zunächst einmal ein Schock. Das ganze Leben scheint infrage gestellt, Angst macht sich breit, die Gefühle fahren Achterbahn. Wichtig sind dann eine kompetente Anlaufstelle und Ansprechpartner, die zuhören, auffangen und die nötigen ersten Schritte für eine wirksame Behandlung einleiten. Das Vivantes Brustzentrum im Vivantes Klinikum Am Urban in Berlin steht den Patientinnen und ihren Angehörigen mit langjähriger Erfahrung, Kompetenz und Aufmerksamkeit zur Seite. Die beiden Chefärztinnen Dr. Claudia Gerber Schäfer und Dr. Marion Paul leiten ein spezialisiertes Team aus Fachärztinnen, Pflegepersonal, Onko- und Psychoonkologinnen, Strahlen-, Psycho- und Physiotherapeutinnen, Pathologinnen und Radiologinnen, einer Kunsttherapeutin und einer Study Nurse (Mitbetreuerin von klinischen Studien). Sie alle bieten den erkrankten Frauen eine hochwertige Versorgung auf Basis ihrer individuellen Patientengeschichte und der aktuellen Leitlinien. Viel Wert wird auf eine enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, Selbsthilfegruppen und anderen Kooperationspartnern gelegt. Die Patientin und ihr Wohlergehen stehen bei allen Maßnahmen immer im Mittelpunkt. Über ihre Erkrankung und alle Therapieschritte wird sie umfassend informiert und aufgeklärt, eine Voraussetzung, um selbst aktiv am Gesundungsprozess mitzuwirken.

Hoch qualifizierte moderne Medizin

Die Therapie von Brustkrebs stützt sich auf drei Säulen: Die Operation, die Bestrahlung und die Behandlung mit Medikamenten, beispielsweise Chemotherapie, Hormontherapie und neuerdings auch die Therapie mit Antikörpern. Die Operation ist die zentrale Säule der Therapie und meist der erste Therapieschritt nach der Diagnose. Beim Erhalt der Brust, wie es heute überwiegend möglich ist, folgt in der Regel die Strahlentherapie. Sie wird häufig ergänzt durch eine medikamentöse Therapie, entweder kurzzeitig als Chemotherapie oder, eventuell auch zusätzlich, als Langzeittherapie mit Antihormonen. In die Standardabfolge der Therapiemaßnahmen ist allerdings Bewegung gekommen. Immer häufiger startet die Behandlung mit der Chemotherapie. Zum Beispiel, um einen großen Tumor so weit zu verkleinern, dass er noch brusterhaltend operiert werden kann. In einigen Fällen wird auch mit der Strahlentherapie begonnen. Mindestens einmal wöchentlich trifft sich im Vivantes Brustzentrum die interdisziplinäre Tumorkonferenz, eine Expertenrunde, die jeden einzelnen Fall ausführlich diskutiert und gemeinsam die Therapieempfehlung beschließt.

Naturheilverfahren

„Patientinnen, die an Krebs erkrankt sind, haben ein besonders großes Bedürfnis, zusätzliche Hilfe in Naturheilverfahren zu suchen. Das nehmen wir ernst“, sagt Dr. Marion Paul, die als Chefärztin gemeinsam mit Dr. Claudia Gerber-Schäfer das Vivantes Brustzentrum leitet. Ein wesentlicher Grund dafür: Die Naturheilkunde bietet die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden, die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken, sich nicht nur passiv einer Therapie unterziehen zu müssen. „Krebspatientinnen möchten nichts unversucht lassen“, fasst es die Chefärztin zusammen. Im Vivantes Brustzentrum werden naturheilkundliche Therapien unterstützend und ergänzend angewendet. Sie helfen, die Lebensqualität zu verbessern, mindern die Nebenwirkungen und können zur Prävention vor und nach der Krebserkrankung beitragen. Die Maßnahmen reichen von Lavendelwickeln und ayurvedischem Ölen über autogenes Training, Meditation und Muskelentspannung bis hin zur Misteltherapie, bedarfsgerechten Ernährung und sportlichen Betätigung. Auch eine spezielle Silikonkappe, die die Kopfhaut während der Chemotherapie gleichmäßig kühlt, zählt dazu. Sie kann den Haarverlust deutlich mindern. Denn bei der Chemo werden nicht nur kranke, sondern auch gesunde Zellen zerstört, dazu zählen auch die Haarzellen bzw. Haarwurzeln. Eine spezielle Kühlflüssigkeit in der Kappe sorgt dafür, dass sich die Gefäße verengen und die Wurzeln schlechter durchblutet werden. So gelangen weniger Mengen der Zytostatika (Krebsmedikamente) ins Blut und dann zu den Haarwurzeln. Somit fallen weniger Haare aus. Die Chefärztin sagt: „Rund 90 Prozent der Brustkrebspatientinnen wenden solche ergänzenden Maßnahmen an. Wichtig ist eine sinnvolle Abstimmung der Verfahren, um eine gute und heilsame Wirkung sowohl der schulmedizinischen Medikamente als auch der naturheilkundlichen Anwendungen zu erreichen.“

Psychologische Begleitung

Während des gesamten Behandlungsverlaufs stehen den Patientinnen im Vivantes Brustzentrum die beiden Psychoonkologinnen Betina Koch und Lea Zander zur Seite. Sie gehen auf die erkrankten Frauen zu und versuchen gemeinsam mit ihnen zu erkunden, welche Art von Unterstützung für sie sinnvoll sein könnte. Das ist individuell verschieden, denn jeder Mensch hat seinen eigenen Weg, mit Belastungen umzugehen. „Alle Empfindungen sind erlaubt: Angst, Wut, Sorgen, Zweifel, tiefe Traurigkeit. Im Denken, Fühlen und Handeln gibt es kein Falsch oder Richtig“, sagt Betina Koch. Lea Zander ergänzt: „Wir versuchen, bei den Patientinnen die Kraft der inneren Bilder zu stärken, sie in ihren eigenen Fähigkeiten zu unterstützen und zu ermutigen sowie ihre Ressourcen zu aktivieren.“ Neben Einzel-, Paar- und Familiengesprächen kann auch der Besuch einer offenen Gesprächsgruppe hilfreich sein. Der Austausch der betroffenen Frauen untereinander gibt Kraft, einige Gruppen etablieren sich und bleiben auch nach der Behandlung bestehen.

Wiederherstellung der Brust

Ist aus medizinischen Gründen eine Entfernung der Brust nicht zu vermeiden, bietet das Vivantes Brustzentrum einen sofortigen oder späteren Wiederaufbau an. Auch im Bereich der plastisch-ästhetischen Brustchirurgie — Brustverkleinerung und -vergrößerung -straffung, Korrekturen von Fehlbildungen, Brustwarzenkorrektur und -rekonstruktion — ist das Zentrum kompetenter Ansprechpartner.