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Digitalisierung heißt auch: Permanentes Dazu-Lernen

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Juli 18, 2018 views376

Köln. Der Arbeitsalltag hat sich in den letzten 15 Jahren massiv verändert. In vielen Berufszweigen gehört die Fort- und Weiterbildung zum täglichen Joballtag dazu, denn die Anforderungen an die Mitarbeiter wachsen und bestimmen über Aufstieg und Qualifikation. Auch für Unternehmen gilt, den Mitarbeitern die Chance auf zusätzliches Wissen und bessere Qualifizierung zu geben, will man nicht in der Bewertungshierarchie ganz hinten landen. Und das ist dann in der Personalrekrutierung ein klares Defizit. Wer die Besten will, muss Entsprechendes anbieten. Wer bei den Besten arbeiten will, muss bereit sein, permanent dazuzulernen.

Während die Industrie 4.0 lange in den Köpfen existierte, kommt sie nun zunehmend in der Realität der Industrieunternehmen an. Wichtig ist hier für die Wettbewerbsfähigkeit aber nicht nur die Optimierung von Technologie und Infrastruktur. Es folgen auch massive Veränderungsprozesse, die neue Kompetenzen und eine andere Arbeitskultur erfordern.

Neues Wissen entwickelt sich hier ganz konkret zu einem Wettbewerbsfaktor. Vorbei sind die Zeiten, in denen Mitarbeiter lange Zeit auf die Kenntnisse aus ihrem Studium zurückgreifen konnten. Das Motto lautet nun: Lebenslanges Lernen, bei dem Wissen ständig aktualisiert und an die aktuellen Anforderungen angepasst sein muss.

Zahlreiche Studien belegen jedoch, dass deutsche Unternehmen ihre Mitarbeiter nur unzureichendin Bezug auf Digitalisierung weiterbilden. Besonders hinken die kleinen und mittelständischen Unternehmen hinterher. Nur wenige verfügen über spezifische  Aus- und Weiterbildungsprogramme für die Industrie 4.0. Dabei ist es gerade in ihr wichtig, in einer globalisierten Welt schnell Kompetenzen aufzubauen, um das volle Potenzial neuer Technologien auszuschöpfen. Inhaltlich geht es dabei um Themen wie digitale Strategien und Geschäftsmodelle, Sensoren, KI-Prozesse und Algorithmen, Robotersysteme, aber auch Sicherheit von Daten und Prozessen in vernetzten Systemen.

Idealerweise läuft eine Qualifizierung dabei flexibel und orientiert an den Geschäftsprozessen ab. Wichtig ist eine Verbindung von Arbeiten und Lernen, von Theorie und Praxis, die Lernen am Arbeitsplatz fördert. Hinzu kommt die praktische Nutzung von digitalen Medien, zum Beispiel mit Simulationen, Assistenzsystemen oder Lernspielen. Wer es schafft, diese permanente Entwicklung von Kompetenz in der Firma zu etablieren, und das für Hoch- wie Niedrigqualifizierte, kann außerdem im Wettbewerb um neue Kollegen punkten. Denn eine Kultur des al wie lebensbegleitenden Lernens schafft Mitarbeitern persönliche Entwicklungsmöglichkeiten und steigert die Attraktivität des Arbeitgebers.