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Die Verschwörung um den Rockefeller-Tod

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März 22, 2017 views933

Washington. Da hat er wieder zugeschlagen, der Tod. Mit seinem Beinamen „Exitus letalis“ klingt er eher bezaubernd statt bedrohlich. In manchen Kulturen wird er als Erlösung angesehen – Bei uns eher als Verdammnis. Ob nun pechschwarz oder unschuldig weiß, verdammt oder erlösend, der Tod ist unser ständiger Begleiter und stets zuverlässig. Denn er kommt immer und begegnet früher oder später jedem Menschen. Das ist eine der wenigen Gewissheiten, die man während des Lebens hat. Nichtsdestotrotz scheinen einige Menschen diese Tatsache, die tatsächlicher gar nicht sein kann, zu verdrängen oder gar zu vergessen. Denn sie leben als vermeintliche unsterbliche Götter, die mit alles und jedem spielen und am liebsten die ganze Welt regieren wollen, wenn sie das nicht gerade schon tun. Doch Tod sei Dank ist auch das Leben dieser vergänglich und sie ziehen nackt dahin und kehren nie wieder zurück. Denn der Exitus letalis macht nun mal vor niemandem Halt und unterscheidet nicht zwischen Arm und Reich, Engländer oder Afrikaner, Weiß oder Schwarz.

Und so traf es diesmal einen der reichsten Menschen der Welt. Der Erbe, Banker und letzte Patriarch einer Familien-Dynastie, David Rockefeller, ist mit 101 Jahren vor zwei Tagen verstorben, durch Herzversagen, wie es heißt. Ein Jahrhundert lang ist er dem Tod entwischt, bis dieser ihn schließlich eingeholt hat. Der Mitbestimmer des Weltgeschehens, Sohn des Milliardärs John D. Rockefeller Jr. Und Enkel des Ölmagnaten John D. Rockefeller Sr. soll aus seinem Schlaf nicht mehr erwacht sein.

Doch wer war eigentlich David Rockefeller? Hier ein kurzer Rückblick: Der Aufstieg der Rockefellers zu den reichsten und mächtigsten Menschen der Welt begann mit Davids Großvater John Davison Rockefeller Sr., der als Bigamist mehrere Frauen gleichzeitig ehelichte und als Kräuterdoktor ohne Doktortitel durch das Land reiste. Im Jahr 1858, als das große Ölgeschäft in Amerika begann, arbeitete er in einem Makler- und Agenturgeschäft, welches er später durch seine erfolgreiche Weiterverarbeitung des Rohöls übernahm und sich damit selbstständig machte. Das waren die Anfänge des Rockefeller-Imperiums, das durch seinen Sohn, John D. Rockefeller Jr. Fortgeführt und erweitert wurde. Der gerne als Philanthrop bezeichnete Sohn des Rockefeller Seniors geriet in Folge des Ludlow-Massakers in einen Strudel des Shitstorms und wurde zu dessen negativen Symbolfigur. Nachdem er mit seinem Reichtum sein Image kräftig aufpolierte, kaufte er sich zur Zeit der Weltwirtschaftskrise in New York mit Immobilien ein und wurde so zum größten Immobilienbesitzer New Yorks und Großaktionär der Chase National Bank. Dort begann auch die Karriere unseres Davids, der bereits im Kindesalter mit General George C. Marshall, Namensgeber des Marshallplans und Mitarbeiter John D. Rockefellers, aufwuchs und im „Familienunternehmen“ Arbeit fand, die ihn für seine weitere Zukunft vorbereiten sollte.

Sicherlich werden viele um sein Dahinscheiden weinen. Doch gibt es auch genug Menschen, die erleichtert darüber sind, dass David Rockefeller auf der Welt nicht mehr sein Unwesen treibt. Denn in ihren Augen ist er nicht der wie so oft als großzügig und großherzig dargestellte Spender und Helfer, der mit Stiftungen und Denkfabriken die Welt ein Stück weit verbessert hat – im Gegenteil: Für viele Menschen war er einer der wenigen der sogenannten „Elite“, die die Welt als ihr Revier betrachtend die Menschen wie Marionetten tanzen lassen. Bekannt ist, dass die Rockefeller’s angesehene Mitglieder der Geheimgesellschaft „Bilderberger“ waren bzw. sind. Um diese Geheimgesellschaft kursieren viele Gerüchte, nach denen sich zum Beispiel die größten und mächtigsten jährlich treffen, um über das weitere Vorgehen bezüglich der „neuen Weltordnung“ zu diskutieren und entsprechende Maßnahme einzuleiten, damit sich ihr Masterplan für die Erde alsbald erfüllt. Allerdings sollten diese Menschen sich auch darüber im Klaren sein, dass David Rockefeller nur einer von vielen war und weitere folgen werden. Für ihn hat der Weg auf der Erde sein Ende gefunden, doch seine Hinterlassenschaften werden wohl noch ein Weilchen andauern.