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Das sind die Aussichten für das LNG-Investment der Vista Holding Group

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März 5, 2019 views268

Der Gasbedarf wird aufgrund des Kohle- und Atomausstiegs voraussichtlich steigen, während die Förderung in Europa sinkt. Aus diesem Grund wird auch zukünftig viel Erdgas nach Europa importiert werden müssen. Die USA sind durch den Fracking-Boom zum größten Erdöl- und Erdgasproduzenten aufgestiegen und wollen da verflüssigtes Gas (LNG) per Schiff nach Europa liefern.

Im Interview mit Anastasia Schulz spricht der Verwaltungsrat der Vista Holding Group AG, Karl-Heinrich Gasser, über die Asset-Klasse LNG-Flüssiggas.

Herr Gasser, die Vista Holding Group hat nach eigenen Aussagen Investments in LNG-Flüssiggas geplant. Welche europäischen Länder haben Sie im Blick?

Karl-Heinrich Gasser: Wir haben großes Interesse, die LNG-Infrastruktur in ganz Europa mitzugestalten. Führende Länder wie Deutschland, haben den Ausbau für LNG sogar im Koalitionsvertrag festgehalten. Zudem stehen wir in Verhandlungen mit Aserbaidschan am Kaspischen Meer, wo enorme Gasmengen vermutet werden. Dazu kann ich bis zum Ende des Jahres mehr erzählen.

In Europas führendem Land, Deutschland, gehören die nordischen Städte Wilhelmshaven, Stade und Brunsbüttel zu den potenziellen Standorten für Flüssigerdgas (LNG). Sind Sie in den Standorten geschäftlich involviert?

Karl-Heinrich Gasser: In Brunsbüttel haben wir uns im vergangenen Jahr den Standort angesehen und Investitionsmöglichkeiten geprüft. Die German LNG Terminal GmbH, eine aus einem großen Energiekonsortium agierte LNG-Firma, hat an diesem Standort die besten Karten. Wir konzentrieren uns auf andere Standorte.

Besteht aus Ihrer Sicht eine energiepolitische Notwendigkeit für den Bau eines LNG-Terminals in Deutschland oder genügt es, wenn Dänemark, Frankreich, Polen oder die Niederlande ein Terminal besitzen und Deutschland es dann von diesen Ländern kauft?

Karl-Heinrich Gasser: Die Diversifizierung der deutschen Energieversorgung ist ein Anliegen, dass viele Generationen betrifft. Aus Deutscher Sicht würde ich es für einen Fehler halten, auf LNG-Importe und einen eigenen Terminal zu verzichten. Am Schluss ist es nur wichtig, ob LNG zu wettbewerbsfähigen Preisen angeboten werden kann. Und genau diese rentablen Projekte zu suchen ist unsere Aufgabe.

Welche aktuellen Projekte macht die Vista Holding Group in diesem Bereich? Sind bereits LNG-Investments platziert?

Karl-Heinrich Gasser: Wir sind in Aserbaidschan südöstlich von Baku im Kaspischen Meer in einem Projekt vertreten und investiert, zudem führen wir mit weiteren Ländern wie Indonesien derzeit Gespräche.

Wie lange ist die Vista Holding Group am Markt und haben Anleger bei Ihnen schon einmal Kapital verloren?

Karl-Heinrich Gasser: Insgesamt bestehen wir mit unserer Vorgängergesellschaft, die im Zuge der Umstrukturierung verändert wurde, seit circa 30 Jahren und sind am Markt operativ tätig. Ich bin erst vor wenigen Jahren ins Management eingestiegen und kann nur für mich sprechen. Seitdem ich die Vista Holding Group Group AG leite, hat noch kein Anleger sein Geld verloren.

Wir danken Ihnen für die Beantwortung der Fragen und wünschen Ihnen alles Gute für die Zukunft, Herr Gasser.